Berlin Festival

Dieses Thema im Forum "Festivals 2012" wurde erstellt von Big.Attack, 11. September 2012.

  1. Big.Attack

    Big.Attack Inquisitor der Herzen

    Ich wusste nicht direkt wohin damit, deswegen für den kleinen Bericht ein Extra-Abschnitt. Schöner Schreibfluss :D und für Rechtschreibfehler wird keine Verantwortung übernommen.


    Der ehemalige Flughafen Tempelhof, direkt in Berlin gelegen, dient jährlich als Austragungsort für zahlreiche Events- darunter auch das Berlin Festival.
    Dieses Jahr wurde wohl tiefer in die Tasche gegriffen, da mit The Killers und Paul Kalkbrenner zwei namenhafte Headliner gebucht wurden. Gleichzeittig zeigen die Namen auch die diesjährige musikalische Ausrichtung- Indie und Electro (ist grob gesehen zumindest passend).

    Der Freitag stand ganz im Zeichen einer Erkundungstour. Ich muss ehrlich sein, dass ich zum ersten Mal den Flughafen Tempelhof näher betrachten konnte. An und für sich ein einmaliger Eindruck, denn die Betreiber haben sich einiges einfallen lassen. Die Bändchen wurden einem im Terminal umgelegt und zwei der vier Bühnen fanden in den ehemaligen Hangars Platz. Auch die Main Stage hatte ein besonderes Design- es musste natürlich ein Flugzeug sein. Des Weiteren wurden auch echte Flugzeuge ausgestellt- soll ja alles zum Gesamteindruck passen.
    Der Tag begann etwas schleppend: nachdem der Einlass mit zwei Taschenkontrollen und knapp 30 Minuten überstanden war, ging es bereits nach 15 Uhr zu " Of Monsters And Men"- zumindest für die letzten Songs. Man muss sagen, dass die Isländer Potenzail haben und sich live in etwas wie auf Platte anhören (für mich positiv). Anschließend der Bühnenwechsel- "Daughter" stand an. Eine Frau, zwei Männer, alle Anfang 20 und beruhigende Klänge. Man hat ihnen angemerkt, dass sie etwas schüchtern wirkten, doch schlecht waren sie nicht. Anschließend auf der selben Bühne "Kate Nash". Der Name sollte den meisten bekannt sein- musikalisch kann man es sich antun, zwingend ist es allerdings nicht.
    Nach einer Entspannungspause mit Besichtigung des Art Villages (das Prinzip Gesamtkonzept lebt), ging es Schlag auf Schlag. Erst "Tocotronic", die ich gerne im nächsten Jahr auf weiteren Festivals sehen möchte, dann "Frittenbude", die ich dann doch zu "verstörend" fand. Der kurze Weg rüber zu "Ghostpoet" hatte sich gelohnt, da das Trio aus UK mit ihrem experimentellem Sound und der Art Sprechgesang gut Stimmung gemacht haben.
    Das Highlight stand jedoch noch ins Haus: "The Killers" wurden deutschlandexklusiv gebucht. Allein schon an dem ganzen Equipment, darunter Laser und Pyrotechnik, konnte man sich schon denken, dass die Jungs aus Las Vegas nicht gerade billig waren. Musikalisch konnten sie völlig überzeugen. Der Aspekt der Unterhaltung kam jedoch vllt etwas zu kurz- generell wurde aber auch am Animieren gespart.
    Trotzdem ein würdiger Abschluss des ersten Tages.
    Nebenbei bemerkt: der Regen, der gegen Abend herrschte, war durch die Überdachtung des Terminals nicht das Problem.;)


    Tag zwei war nichts anders. Lange Wartezeiten und einige potenziell gute Bands warteten auf mich. Den Anfang sollte "I Heart Shark" machen. Ich habs mir von etwas weiter hinten angeschaut, was der Stimmung aber keine Einschränkung gebracht hat. Solide Leistung, die man sich für Festivals im nächsten Jahr gut vorstellen kann. Anschließen ging es zu " Bonaparte". Noch auf dem Highfield nur teilweise gesehen, wollte ich sie mir in voller Länge anschauen. Wenn man diese Band kurz beschreiben soll: verrückt, skurril und abgefahren. Mit den unterschiedlichsten Outfits und nackten Tatsachen haben sie einen bleibenden Eindruck in meinen Augen hinterlassen. Musikalisch würde ich sie eher als Spaßband einordnen, die es aber gut versteht, die Masse zu erheitern.
    Nach dieser Show habe ich nur etwas von "Friendly Fires"erleb t, da die Pause notwendig war. Darauffolgend stand nämlich " Franz Ferdinand" an. Eine Band, die auf meiner "Must See"-Liste steht (mittlerweile stand). Meine Erwartung an diese exklusiv gebuchten Band wurde mehr als nur erfüllt. Mitreißend trifft es wohl am besten. Die meisten Songs waren jedem bekannt, denn viele konnten mitsingen und haben getanzt. Als sich die vier Jungs zum Schluss das Schlagzeug teilen mussten (ja alle vier an einem Schlagzeug), war die Stimmung am Höhepunkt. Auch wenn "Paul Kalkbrenner" noch darauf folgte, muss ich doch sagen, dass mein persönliches Highlight bereits gesehen hatte.
    Trotzdem hat auch Paule die Massen mitgerissen, denn viele sind zu den Klängen abgegangen und haben ihre besten Moves ausgepackt. ;)
    Viele sind wohl nur wegen ihm gekommen (so schien es zumindest).

    Mit geschätzten 25000 Besuchern meinerseits kann der Veranstalter wohl von einem Erfolg ausgehen. Mit dem Banner, man sehe sich im nächsten Jahr, geht es nächstes Jahr wieder rund auf dem Flughafen Tempelhof.
    Als sollte man sich das erste oder zweite Wochenende im September ankreuzen, wenn man auf ein Festival mit besonderem Charakter steht und nicht zu viel ausgeben möchte (die rund 80€ waren bei solch einem Line-Up akzeptabel).
     
    • Mögen Mögen x 1
  2. Manu

    Manu Administrator Mitarbeiter

    Schöner Bericht, Big.Attack.

    Club XBerg hattest du nicht dabei im Ticket? Das Ding würd mich nämlich schon auch interessieren.

    Franz Ferdinand ging die Stimmung auch vom Stream aus gut ab. Bei Paul Kalkbrenner fanden wir das beim redaktionsinternen gucken dann eher befremdlich.

    Hier gibts noch einmal den Mitschnitt von zdf.kultur.
     
  3. Big.Attack

    Big.Attack Inquisitor der Herzen

    Club XBerg hatte mich leider nicht so ganz gereizt, deswegen keine 20€ mehr die ich sonst bezahlen hätte müssen.
    Die Idee, es nachts nach Kreuzberg an die Spree zu verlagern, klingt im Nachhinein doch zu faszinierend (wie man das mit der Nachtruhe hinbekommen hat, hinterlässt bei mir auch noch Nachfragebedarf).

    Und ja Paule hat musikalisch nicht ganz rein gepasst, aber war die Erfahrung wert.
     
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